Beschreibung
Ein linientreuer Soldat des Kaisers und ein Revolutionär am Vorabend des großen Kantô-Erdbebens, das 1923 in Japan politisch eine Stunde null einläutet. » Spannend und aufrüttelnd!« FM4
Hauptmann Amakasu, strammer Diener der japanischen Geheimpolizei, blickt auf den Krieg seines Lebens zurück. Jahrzehntelang hat er im Schatten Kaiser Yoshihitos - der sich mehr für Gedichte und Pflanzen als für Politik und den Zustand seines Reichs interessierte -, einen erbitterten Kampf gegen den Anarchisten und Aufrührer Sakae Ôsugi und seine Frau Itô ausgetragen.
Bis das große Kantô-Erdbeben 1923 nicht nur Tokio fast vollständig zerstört, sondern auch politisch eine Stunde null einläutet. Im Schatten dieser Naturkatastrophe setzt sich der Polizeiapparat über Regeln und Gesetze hinweg und Ôsugi ist denen, die die Macht an sich reißen, hilflos ausgeliefert.
Über 100 Jahre nach dem Kantô-Erdbeben erzählt Hans Platzgumer von der Taishô-Ära und einem Machtvakuum, das politische Grabenkämpfe auslöst - fesselnd und fast unheimlich heutig.
| Seitenzahl | 336 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | btb |
| Sprache | Deutsch |
| Zusatzinformationen | 336 Seiten; 187 mm x 118 mm |
| ISBN | 978-3-442-77511-8 |
| Auflage | 1. Auflage |
Hans Platzgumer, geboren 1969 in Innsbruck, lebt in Bregenz. Er studierte an der Musikhochschule in Wien, absolvierte ein Filmmusik-Studium in Los Angeles und veröffentlicht in unterschiedlichen Formationen elektronische Musik und Gitarrenmusik. Er schreibt Romane, Essays, Hörspiele, Opern, Theatermusik und Songs. Sein Roman »Am Rand« stand 2016 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, bei btb erschien zuletzt im Taschenbuch »Drei Sekunden Jetzt«.
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