Textauszug
Jedes Projekt hat seine Vorgeschichte. Am Beginn stand unsere staunende Erkenntnis, dass noch keine Publikation vorlag, die sich mit der Beziehung zwischen Egon Schiele und Oskar Kokoschka beschäftigt. Wie konnte es sein, dass es bisher weder ein Buch noch eine Ausstellung dazu gab? Ein Paradoxon! Denn Schiele und Kokoschka, die beiden (unheiligen) Säulenheiligen des österreichischen Expressionismus, zählen zu den Fixsternen der Moderne. Die Fachliteratur über den einen wie den anderen füllt Dutzende Regalmeter; kein Überblickstext zur Wiener Moderne, keine touristisch-kommerzielle Website kommt ohne sie aus. Sie sind untrennbar mit dem Bild des intellektuell und künstlerisch aufgeladenen Wiens nach 1900 verbunden und sind Seite an Seite in Blockbuster-Ausstellungen rund um den Globus zu finden.Doch bei näherer Betrachtung zerfällt die Erforschung des österreichischen Frühexpressionismus in voneinander getrennte Systeme. Die Ursachen dafür sind vielfältig und komplex. Im Wesentlichen gab es im Zeitraum der letzten 100 Jahre kaum einen Kommunikationsfluss zwischen den jeweiligen Expert:innen. Man schrieb über Kokoschka - oder über Schiele. [...]
Beschreibung
Eine Rivalität, die künstlerische Meisterwerke hervorbrachte. Umfassend bebildert, betrachtet die Publikation die Beziehung der beiden Ikonen der österreichischen Kunstszene, Oskar Kokoschka und Egon Schiele. Die Jungstars waren Rivalen und begnadete Netzwerker, ihr Wettlauf um Erfolg und Anerkennung öffnet ein bisher ungeschriebenes Kapitel der Moderne.
Oskar Kokoschka und Egon Schiele sind die Lichtgestalten der Moderne in Österreich. Das Frühwerk der Künstler begründete den österreichischen Expressionismus, ihre Rivalität ist ebenso einzigartig wie ihre Netzwerke. Als Egon Schiele 1918 gerade 28-jährig starb und sein Versuch einer Annäherung an Kokoschka gescheitert war, hatte der Ältere noch sechs Lebensjahrzehnte vor sich, die er als international gefeierter Künstler verbringen durfte. Den Schatten Schieles wurde er aber nicht los im Gegenteil. Anhand vielfältiger Werkreproduktionen und historischer Dokumente beschreibt der Band detailliert die Fehde, die diese beiden Ausnahmetalente ausfochten.
Sprachen: Deutsch, Englisch
| Seitenzahl | 272 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Hirmer |
| Sprache | Deutsch,English |
| Zusatzinformationen | 272 Seiten; 250 Abbildungen in Farbe; 28 mm x 230 mm |
| ISBN | 978-3-7774-4523-6 |
Christian Bauer ist Kurator des Egon Schiele Museums Tulln und tätig an der Universität für Weiterbildung Krems Bernadette Reinhold ist Leiterin des Oskar Kokoschka-Zentrums der Universität für angewandte Kunst in Wien.
Hersteller: Hirmer Verlag GmbH
Bayerstraße 57-59, 80335 München DE
E-Mail: mail@hirmerverlag.de