Beschreibung
Christiane Hoffmann über den Verlust persönlicher und politischer Träume
Ende der achtziger Jahre: eine Gruppe von jungen Frauen studiert Russisch. Sie lesen Dostojewski, trinken Wodka und reisen durch die Sowjetunion. Es ist eine Zeit des Aufbruchs, der Träume von einem demokratischen Russland und einem friedlichen Europa. Jahrzehnte später nimmt sich eine von ihnen das Leben. Es ist die Woche, in der Russland die Ukraine überfällt.
24. Februar 2022: Russland überfällt die Ukraine. Doch Christiane Hoffmann erhält an diesem Tag eine weitere schlimme Nachricht. Eine ihrer engsten Freundinnen hat sich das Leben genommen. Nun stellt sie sich die Frage: Hätte man es verhindern können? Den Tod der Freundin, aber auch den Krieg gegen die Ukraine und die Selbstzerstörung Russlands? Feinfühlig beobachtet und glänzend geschrieben, verbindet Hoffmanns Buch die Erinnerung an eine besondere Freundschaft mit der Geschichte der deutsch-russisch-ukrainischen Beziehungen, erzählt aus der persönlichen Anschauung der Autorin. Es tut dies auf eine Weise, die Raum lässt für Zweifel und Trauer, für Fragen und Ambivalenzen. Damit gibt sie den Debatten um Russland die emotionale Tiefe zurück, für die im ersten Schock nach dem Angriff kein Platz mehr war, und schlägt zugleich Brücken über die Gräben, die dieses Thema in die deutsche Gesellschaft eingezogen hat.
| Seitenzahl | 300 |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Beck |
| Sprache | Deutsch |
| Zusatzinformationen | 300 Seiten; 217 mm x 139 mm |
| ISBN | 978-3-406-84378-5 |
| Auflage | 1. Auflage |
Christiane Hoffmann ist Autorin, Journalistin und Osteuropa-Expertin. Nach dem Studium der Slawistik, osteuropäischen Geschichte und Journalistik in Freiburg, Leningrad und Hamburg arbeitete sie fast 20 Jahre für die FAZ, unter anderem als Auslandskorrespondentin in Moskau und Teheran. Anfang 2013 wechselte sie in die Leitung des Spiegel-Hauptstadtbüro. Sie war zudem häufig Gast in Rundfunk und Fernsehen, bevor sie unter der Ampelkoalition Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung wurde.
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