Beschreibung
Der Mann, der vom Erdboden verschluckt wurde entfaltet ein klassisches Rätsel der frühen amerikanischen Detektivliteratur: Ein Mensch verschwindet scheinbar spurlos, als hätte ihn die Erde selbst aufgenommen, und aus diesem paradoxen Befund entwickelt Carolyn Wells eine Untersuchung, in der Indizien, Zeugenaussagen und gesellschaftliche Fassaden minutiös gegeneinander abgewogen werden. Der Stil verbindet klare, dialogreiche Prosa mit der eleganten Konstruktion des "fair play"-Krimis; literarisch steht der Roman zwischen viktorianischer Sensationslust und der aufkommenden Golden-Age-Logik des streng gebauten Whodunits. Carolyn Wells (1862-1942) gehörte zu den produktivsten amerikanischen Autorinnen ihrer Zeit. Ihre Erfahrung als Verfasserin von Versen, Kinderbüchern, Parodien und zahlreichen Kriminalromanen schärfte ihren Sinn für Pointen, Täuschungsmanöver und formale Ordnung. Die Welt der Salons, Büros und respektablen Haushalte, die sie kannte und beobachtete, lieferte ihr den idealen Schauplatz, um bürgerliche Sicherheit durch ein intellektuelles Verbrechen zu erschüttern. Empfohlen sei dieser Roman allen Leserinnen und Lesern, die den Detektivroman als Denkspiel und als kulturhistorisches Dokument schätzen. Wells bietet keine bloße Kuriosität, sondern ein präzise arrangiertes Spiel mit Wahrnehmung, Wahrscheinlichkeit und Vertrauen.
| Seitenzahl | 128 |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Copycat |
| Sprache | Deutsch |
| Zusatzinformationen | 128 Seiten; 229 mm x 152 mm |
| ISBN | 978-80-285-1276-7 |
Hersteller: Copycat s.r.o.
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