Verhängnisvolles Verlangen nach dem Ex

E-Book (EPUB) - Erscheinungsjahr 2020von Michelle Smart

Kurztext / Annotation
Livia muss mit ihrem getrennt lebenden Mann in die Südsee fliegen - ein Albtraum! Nur weil Massimos Großvater dort mit der Familie seinen Neunzigsten feiert, lässt sie sich darauf ein. Aber schon im Privatjet wird Livia klar, dass sie für ihren Ex noch immer verhängnisvolle Leidenschaft empfindet. Auch in der Strandvilla unter Palmen, die sie sich teilen, muss Livia irgendwie seiner erotischen Anziehungskraft widerstehen, sonst fängt alles wieder von vorn an: erst die himmlische Lust, dann die bittere Einsamkeit ...

Michelle Smart ist ihrer eigenen Aussage zufolge ein kaffeesüchtiger Bücherwurm! Sie hat einen ganz abwechslungsreichen Büchergeschmack, sie liest zum Beispiel Stephen King und Karin Slaughters Werke ebenso gerne wie die von Marian Keyes und Jilly Cooper. Im ländlichen Northamptonshire, mitten in England, leben ihr Mann, ihre beiden Kinder und sie zusammen mit einem niedlichen Cockapoo - einer Kreuzung aus den Hunderassen Cocker Spaniel und Pudel. Was Michelle am meisten am Autorinnen-Dasein liebt, ist, dass sie den ganzen Tag mit Kaffee auf dem Schoß herumsitzen, aber dabei in Gedanken weit weg sein kann ... In ihrer eigenen Welt, die sie ganz nach ihrer Vorstellung erschafft.

Textauszug
1. KAPITEL

Livia Briatore schritt die wenigen Stufen der Metalltreppe zur Kabine des eleganten Jets hinauf. Ihr Herz hämmerte so wild, dass sie glaubte, die Schläge bis in die Haarspitzen zu spüren. Die Sonne ging gerade unter. Und die Dunkelheit, die sich über das Land legte, passte perfekt zu der düsteren Stimmung, in der sie sich die vergangenen Monate befunden hatte.

Die Crew war dieselbe wie vor zwei Jahren, als sie zum ersten Mal an Bord gekommen war. Zwar wurde sie genauso herzlich begrüßt, sah jedoch auch die fragenden Mienen.

Livia erwiderte das Lächeln, wobei die Muskeln um ihren Mund protestierten. In den vergangenen vier Monaten hatte sie kein einziges Mal gelächelt.

Beklemmende Angst stieg in ihr auf. Sie biss die Zähne zusammen, drückte den Rücken durch und hob das Kinn. Dann betrat sie die luxuriöse Kabine, in der sie die kommenden sechsundzwanzig Stunden auf dem Flug nach Fidschi verbringen würde.

Unvermittelt wurde sie hellwach, als ihr der vertraute Geruch der teuren Ledersitze in die Nase stieg, in den sich der dunkle Zitrusduft des Mannes mischte, der in einem der Sitze saß, einen aufgeklappten Laptop auf dem Schoß.

Der Schmerz traf sie so unvermittelt, dass sie beinahe gestolpert wäre.

Als Livia zum ersten Mal an Bord dieses Flugzeuges gekommen war, hatten Aufregung und Vorfreude ihr Herz schneller schlagen lassen.

Damals, als sie von demselben Flughafen in Rom abgeflogen waren, hatte sie mehr Glück empfunden, als es eigentlich auf der Welt geben konnte. Und der Mann, dessen Aufmerksamkeit jetzt ausschließlich dem Laptop galt, hatte den Start kaum abwarten können, um sie in die Schlafkabine zu ziehen und mit ihr Liebe zu machen.

Übrig geblieben war von den Flammen der Leidenschaft, die sie binnen eines Monats nach dem ersten Treffen vor den Altar geführt hatten, nur Asche. Sie schob die schmerzhaften Erinnerungen beiseite und zwang sich weiterzugehen.

Sie hatte ein Versprechen gegeben - und das würde sie halten, egal, wie sehr es wehtat.

Im Jet befanden sich vier luxuriöse, einander gegenüberliegende Sitze, dazwischen der Mittelgang. Massimo schob seine Trennwand vor, als sie diagonal von ihm Platz nahm. Nun konnte sie nur noch seine Schuhe sehen. Wie eh und je waren sie auf Hochglanz poliert - eine Eigenart von ihm, die sie früher für bezaubernd gehalten hatte. Ihr Mann war der am wenigsten eitle Mensch, den sie je kennengelernt hatte, aber immer stolz auf seine makellosen Schuhe.

Sie schloss den Sicherheitsgurt und presste die Hände fest aufeinander, um sich davon abzuhalten, auf ihre Fingernägel zu beißen. Gestern hatte sie eine teure Gelbehandlung vornehmen lassen, damit niemand merkte, dass sie bis auf die Kuppen heruntergekaut waren. Vor allem Massimo sollte das nicht sehen. Nichts an ihr sollte auf ein gebrochenes Herz hinweisen.

So gut es eben ging, hatte Livia es zusammengeflickt und einen eisernen Panzer umgelegt. Das war das einzig Gute an ihrer Kindheit: Sie hatte gelernt, alles zu überleben.

Deshalb würde sie auch die nächsten vier Tage überstehen. Vier Tage, danach brauchte sie ihn nie mehr zu sehen!

Der Pilot meldete sich über die Sprechanlage und informierte sie, dass sie bald starten würden. Bei der Ankündigung erwachte Massimo zum Leben. Er ließ die Trennwand hinunter, klappte den Laptop zu, verstaute das Gerät und legte ebenfalls den Gurt an. Nicht einmal blickte er zu ihr hinüber, aber Livia war sich jeder seiner Bewegungen überaus bewusst. Der Anblick seiner Muskeln unter dem exklusiven Hemd mit den nachlässig aufgekrempelten Ärmeln und den am Hals gelösten Knöpfen versetzte ihr einen Stich. Zweifellos hatte er die Krawatte, die er während der Konferenz in London getragen hatte, abgelegt, kaum dass er den Veranstaltungsort verlassen hatte. Massimo war ein Außenseiter, der sich nur dann an die Regeln hielt, wenn er es für notwendig hielt.

Livia wusste nur

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

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Produktinformation

Seitenzahl 144
Erscheinungsjahr 2020
VerlagCORA Verlag
Zusatzinformationen 144 Seiten
ISBN 978-3-7337-1405-5

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