Toni der Hüttenwirt Classic 40 - Heimatroman
Rainers große Liebe

E-Book (EPUB) - Erscheinungsjahr 2020von Friederike von Buchner

Kurztext / Annotation
Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. 'Toni, der Hüttenwirt' aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte - und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber - Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. Erfolgreiche Romantitel wie 'Wenn das Herz befiehlt', 'Tausche Brautkleid gegen Liebe' oder besonders auch 'Irrgarten der Gefühle' sprechen für sich - denn sie sprechen eine ganz eigene, eine unverwechselbare Sprache. Es war später Vormittag. Toni Baumberger kam die Treppe herab. Er hatte bei seinen Eltern übernachtet. Sein Vater Xaver und seine Mutter waren in der Küche hinter dem Wirtsraum der Wirtschaft und der kleinen Pension, die sie betrieben. 'Na, bist endlich raus aus den Federn?' grinste Xaver seinen Sohn an. 'Mmm! Net so laut, Vater! Mei, brummt mir der Schädel. Mutter, hast einen Kaffee und eine Kopfwehpille?' Toni sah sehr zerknautscht aus. 'Beides, Bub! Willst vielleicht etwas Salziges essen?''Essen? Naa! Ich bekomm nix runter. Daß mich des so mitgenommen hat, des wundert mich doch. So viel hab' ich doch net getrunken. Mei! Himmelherrgott!

Textauszug

Es war später Vormittag. Toni Baumberger kam die Treppe herab. Er hatte bei seinen Eltern übernachtet. Sein Vater Xaver und seine Mutter waren in der Küche hinter dem Wirtsraum der Wirtschaft und der kleinen Pension, die sie betrieben.

"Na, bist endlich raus aus den Federn?" grinste Xaver seinen Sohn an.

"Mmm! Net so laut, Vater! Mei, brummt mir der Schädel. Mutter, hast einen Kaffee und eine Kopfwehpille?"

Toni sah sehr zerknautscht aus.

"Beides, Bub! Willst vielleicht etwas Salziges essen?"

"Essen? Naa! Ich bekomm nix runter. Daß mich des so mitgenommen hat, des wundert mich doch. So viel hab' ich doch net getrunken. Mei! Himmelherrgott! Was ich für einen Brummschädel hab'!"

"Laß den Herrgott aus dem Spiel, Bub! Dich hat höchstens der Teufel geritten!"

Meta Baumberger stellte ihrem Sohn ein Glas Wasser hin und reichte ihm zwei Kopfschmerztabletten.

Toni trank seinen Kaffee. Seine Mutter erzählte ihm, daß sie schon zweimal mit Anna telefoniert hatte.

"Mei, die wird sehnsüchtig auf mich warten. Es ist viel zu tun auf der Berghütte. Ich wollte eigentlich schon früh aufbrechen, daß ich bis zum Frühstück oben bin. Aber ich bin einfach net zu mir gekommen. Dabei hab' ich net gar so viel getrunken. Es kann höchstens an dem Selbstgebrannten gelegen haben, den einer der Burschen mitgebracht hatte. Mei, mir brummt wirklich der Schädel."

"Jetzt hör' endlich auf zu jammern, Bub! So ein Kater ist dann halt die gerechte Straf'. Mir is des früher ab und an auch so ergangen. Die Anna, die hat bestimmt genauso Verständnis dafür, wie es deine Mutter einst für mich hatte. Wenn man die jungen ledigen Burschen anleiten muß, dann kann man sich net drücken."

Es war Brauch in Waldkogel, daß die jungen ledigen Burschen jedes Jahr einen Baum fällten und schmückten. Der wurde dann für das Sommerfest auf der Festwiese aufgestellt. Das Ganze mußte beaufsichtigt werden, dazu wurde ein Waldkogeler auserwählt, der erst jung verheiratet war. In diesem Jahr war es Toni gewesen.

"Ich hab' mich ja auch net gedrückt, obwohl meine liebe Anna für zwei hat arbeiten müssen. Aber ich komme am Wochenende net runter zum Fest."

"Des ist aber schad'. Ich dachte, es wäre schön, wenn du mit der Anna mal wieder tanzen würdest. Schau, die Anna ist so fleißig. Ein bisserl verwöhnen mußt du sie schon. Willst wirklich net mit ihr am Samstagabend aufs Sommerfest gehen? Die Kinder können hier schlafen. Die Abwechselung würde der Anna bestimmt guttun!"

"Wer soll dann oben auf der Berghütte sein? Dem Alois, dem kann ich das net zumuten. Des wird zuviel für ihn, gerade am Wochenende. Sagen tut der Alois ja nix. Aber er hat seinen Ruhestand mehr als verdient, Mutter."

"Dein Vater könnt dem Alois helfen. Bei uns hier im Wirtshaus wird es ruhig sein. Alle werden auf dem Sommerfest sein. Da packe ich des gut allein!"

Toni lächelte seine Mutter dankbar an.

"Des ist wirklich lieb von dir, Mutter! Aber die Anna, die will net. Wir haben schon drüber geredet."

"Mei, dabei tut des Madl doch so gerne tanzen!"

"Wir machen demnächst mal wieder ein schönes Hüttenfest mit Tanz. Das haben wir so besprochen", erklärte Toni seiner Mutter.

Seine Kopfschmerzen ließen nach, jetzt hatte er doch wieder Appetit. Nach einer Brotzeit mit vielen salzigen und würzig scharfen Senfgurken fühlte er sich besser. Er verabschiedete sich von seinen Eltern und brach auf. Er hatte das Verdeck seines Geländewagens offen. Während er langsam den Milchpfad hinauf zur Oberländer Alm fuhr, genoß er den kühlen Bergwind, der von Westen herkam. Der Himmel war blau. Im Westen hingen einige Wolken. Vielleicht wird es bald etwas regnen, dachte Toni. Das wäre gut. Es war schon seit längerem zu trocken. Das Gras auf den Almen wurde schon an einigen Stellen braun.

Toni parkte sein Auto auf der Oberländer Alm. Während er das Verdeck schloß, plauderte er etwas mit dem alten W

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

... Mehr lesen
E-Book (EPUB) € 1,99 inkl. gesetzl. MwSt. EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!
Ins Einkaufssackerl

Produktinformation

Seitenzahl 64
Erscheinungsjahr 2020
VerlagMartin Kelter Verlag
Zusatzinformationen 64 Seiten
ISBN 978-3-7409-6325-5

Verwandte Suchergebnisse

... Mehr lesen