Lore-Roman 85 - Liebesroman
Mit einer Rose fing alles an

E-Book (EPUB) - Erscheinungsjahr 2020von Gitta van Bergen

Kurztext / Annotation
Bettina schaut traumverloren auf die Rose auf ihrem Tisch. 'Von Herrn von Hochfels', hat die Gutssekretärin gesagt. Konnte das bedeuten, dass auch er ...? Ja, Bettina hat sich in den Verwalter verliebt, sofort, als sie ihn in ihres Vaters Büro kennenlernte. Und was sie in seinen Augen gelesen hat, lässt ihr Herz jetzt noch höherschlagen. Bettina zuckt jäh zusammen, als Achim von Hochfels das Büro betritt. 'Ich danke Ihnen für diese wunderschöne Rose', stammelt sie da hastig. Doch mit kalter Gleichgültigkeit kommt die Antwort: 'Man sagte mir, das sei gut für das Arbeitsklima. Und darauf kommt es ja an.' Bettina ist so enttäuscht, dass sie den Schmerz in seinen Augen nicht sieht. Denn Achim von Hochfels hat einen bitteren Entschluss fassen müssen ...

Textauszug
Mit einer Rose fing es an

Eine junge Gutsherrin und ihre verzweifelte Liebe

Von Gitta van Bergen

Bettina schaut traumverloren auf die rote Rose auf ihrem Tisch.

"Von Herrn von Hochfels", hat die Gutssekretärin gesagt und dabei geschmunzelt.

Konnte das bedeuten, dass auch er ...? Ja, Bettina hat sich in den Verwalter verliebt, sofort, als sie ihn in ihres Vaters Büro kennenlernte. Und was sie in seinen Augen gelesen hat, lässt ihr Herz jetzt noch höherschlagen.

Bettina zuckt jäh zusammen, als Achim von Hochfels das Büro betritt.

"Ich danke Ihnen für diese wunderschöne Rose", stammelt sie da hastig.

Doch mit kalter Gleichgültigkeit kommt die Antwort: "Man sagte mir, das sei gut für das Arbeitsklima. Und darauf kommt es ja an."

Bettina ist so enttäuscht, dass sie den Schmerz in seinen Augen nicht sieht. Denn Achim von Hochfels hat einen bitteren Entschluss fassen müssen ...

Der erste Herbststurm fauchte an diesem Abend durch das Schwarzwaldtal. Er blies das braun gewordene Laub von den beiden Nussbäumen, die wie stumme Wächter links und rechts vom Eingang des Gasthaus "Zum Hirschen" standen. Ein Regenschauer prasselte auf das Schindeldach des Hauses, das schon mehr als zwei Jahrhunderte Wind und Wetter getrotzt hatte. Auf den Vorplatz fiel der warme Schein der in der Gaststube brennenden Lampen.

Am Ende eines langen Tisches, saß eine Runde von Kartenspielern.

"Das wär's mal wieder gewesen - machen wir Schluss", rief Anton Meier und klatschte die letzte Spielkarte auf die Filzunterlage. "Rosa, bring uns noch eine Runde - auf meine Rechnung."

Die Wirtin hinter der Theke nickte nur und nahm vier frische Gläser aus dem Regal hinter sich.

"Schön, dass du beute die Spendierhosen anhast", brummte einer der Kartenspieler. "Gibt es was zu feiern oder hat Herr von Strombeck dir eine Zulage gegeben?"

"Hat er wirklich!" Anton, griff in seine Tasche und legte einen Fünfzigmarkschein auf den Tisch. "Den habe ich mir gestern Nacht als Geburtshelfer verdient. Das Kalb unserer besten Milchkuh wäre beinahe nicht am Leben geblieben."

"Musst du als Gärtner von Gut Strombeck jetzt auch den Viehdoktor spielen?", fragte einer. "Wo war denn der Stallbursche Franz?"

"Der war unterwegs, um das Fräulein vom Flughafen abzuholen", erklärte Anton. "Da musste ich eben einspringen und dem Tierarzt helfen."

"Ja, ist das Fräulein jetzt wieder da? Komm, erzähl schon!"

Anton lehnte sich gemütlich zurück und schaute in die gespannten Gesichter seiner drei Freunde. Er genoss ihre Neugier. Alles, was sich um Gut Strombeck drehte, stieß im ganzen Dorf auf allergrößtes Interesse. Doch in den mehr als zwanzig Jahren, in denen Anton auf dem Gut als Gärtner arbeitete, hatte er nie mehr als jene Neuigkeiten preisgegeben, die ohnehin die Runde gemacht hätten. Mit seinen sparsamen Nachrichten verschaffte Anton seinen Freunden höchstens so etwas wie einen Informationsvorsprung.

"Also, dann hört einmal zu", begann Anton endlich. "Wie ihr wisst, hat das Fräulein die letzten acht Jahre in einem sündhaft teuren Internat in der Schweiz verbracht und in diesem Sommer ihr Abitur gemacht. Ein sehr gutes übrigens. Darauf war ihr Vater sehr stolz. Da hat er ihr gesagt, dass sie einen großen Wunsch frei habe.

"Und - hat sie sich etwas gewünscht?"

"Aber selbstverständlich", brummte Anton. "Eine Reise nach Amerika, drei Monate kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten. Und gestern ist sie von New York aus zurückgeflogen. Jetzt ist das Fräulein endlich wieder auf Gut Strombeck, das sie ein halbes Jahr lang nicht gesehen hatte."

Anton behielt für sich, dass er Bettina von Strombeck noch in der gleichen Nacht gesehen hatte. Trotz des anstrengenden Fluges und einem ersten Gespräch mit ihrem Vater war Bettina im Stall aufgetaucht, in dem das neugeborene Kalb gerade zum ersten Mal auf seinen Beinen st

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Produktinformation

Seitenzahl 64
Erscheinungsjahr 2020
VerlagBastei Lübbe AG
SpracheDeutsch
Zusatzinformationen 64 Seiten; ab 16 Jahre
ISBN 978-3-7517-0034-4
Auflage 1. Aufl. 2020

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